Wissenschaftliches Arbeiten

Exposé schreiben: Aufbau, Inhalt und Beispiel für wissenschaftliche Arbeiten

Ein gutes Exposé zeigt, was Sie untersuchen möchten, warum das Thema wissenschaftlich relevant ist und wie Sie bei der Untersuchung vorgehen wollen. Diese Anleitung erklärt Aufbau, Inhalt und Formulierung Schritt für Schritt – inklusive Beispiel und Checkliste.

Veröffentlicht am 24.06.2025 Aktualisiert am 16.09.2026 Lesezeit: ca. 12 Minuten KIM Redaktion

Ein Exposé ist der Plan einer wissenschaftlichen Arbeit. Es beschreibt das geplante Forschungsvorhaben, bevor die eigentliche Bachelorarbeit, Masterarbeit oder ein anderes umfangreiches Forschungsprojekt vollständig ausgearbeitet wird.

Dabei geht es nicht darum, die späteren Ergebnisse bereits zu kennen. Vielmehr soll deutlich werden, welche Frage untersucht wird, wie sie sich aus dem bisherigen Forschungsstand ergibt und mit welcher Vorgehensweise sie beantwortet werden soll.

Ein überzeugendes Exposé verbindet deshalb Thema, Forschungsproblem, Forschungsfrage, Forschungsstand, Methodik und Zeitplanung zu einem nachvollziehbaren Konzept.

Kurz erklärt Das Exposé ist der wissenschaftliche Fahrplan Ihrer geplanten Arbeit. Es beantwortet im Kern vier Fragen: Was möchten Sie untersuchen? Warum ist die Untersuchung relevant? Wie wollen Sie vorgehen? Und ist das Vorhaben im verfügbaren Rahmen realistisch umsetzbar?

Was ist ein Exposé?

Ein wissenschaftliches Exposé ist eine strukturierte Darstellung eines geplanten Forschungsvorhabens. Es wird häufig vor einer Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation erstellt, kann aber auch bei Seminar-, Projekt- oder Forschungsarbeiten verlangt werden.

Das Exposé macht aus einer ersten Themenidee ein konkreteres Forschungskonzept. Es zeigt, dass Sie sich bereits mit dem Thema, dem Forschungsstand und einer möglichen Vorgehensweise auseinandergesetzt haben.

Gleichzeitig dient es als Arbeitsgrundlage für die Abstimmung mit Betreuenden. Schwächen bei Forschungsfrage, Eingrenzung oder Methodik lassen sich auf diese Weise erkennen, bevor viel Zeit in die eigentliche Ausarbeitung investiert wird.

Wozu braucht man ein Exposé?

Der konkrete Zweck hängt von Hochschule, Studiengang und Aufgabenstellung ab. Häufig dient ein Exposé dazu, die Machbarkeit eines Forschungsvorhabens zu prüfen und die geplante Arbeit inhaltlich einzugrenzen.

  • Das Thema wird präzisiert und eingegrenzt.
  • Das Forschungsproblem wird nachvollziehbar beschrieben.
  • Eine Forschungsfrage wird entwickelt.
  • Der bisherige Forschungsstand wird berücksichtigt.
  • Eine geeignete methodische Vorgehensweise wird geplant.
  • Der zeitliche Rahmen wird realistisch eingeschätzt.
  • Betreuende erhalten eine Grundlage für konkretes Feedback.

Ein Exposé ist damit nicht nur eine formale Pflicht. Richtig eingesetzt kann es viele Entscheidungen vorwegnehmen, die später beim Schreiben der eigentlichen Arbeit getroffen werden müssten.

Wie lang sollte ein Exposé sein?

Für die Länge eines wissenschaftlichen Exposés gibt es keine allgemeingültige Seitenzahl. Die Anforderungen unterscheiden sich zwischen Hochschulen, Fachbereichen und Art des Forschungsvorhabens.

Ein Exposé für eine Bachelorarbeit kann deutlich kompakter sein als ein umfangreiches Forschungsexposé für eine Dissertation. Deshalb sollten Sie zunächst prüfen, ob Ihre Hochschule konkrete Vorgaben zu Seitenzahl, Gliederung oder Pflichtbestandteilen macht.

Wichtiger als eine pauschale Seitenzahl Das Exposé sollte so ausführlich sein, dass Forschungsproblem, Forschungsfrage, theoretischer beziehungsweise wissenschaftlicher Kontext, geplante Methode und Machbarkeit nachvollziehbar werden – ohne bereits die spätere Arbeit vorwegzunehmen.

Exposé Aufbau: Welche Bestandteile gehören hinein?

Der genaue Aufbau kann variieren. Eine typische Struktur für ein wissenschaftliches Exposé umfasst jedoch mehrere wiederkehrende Bestandteile.

Bestandteil Zentrale Frage
Arbeitstitel Worum geht es in der geplanten Arbeit?
Problemstellung & Relevanz Warum ist das Thema wissenschaftlich interessant?
Forschungsstand Was ist zu diesem Thema bereits bekannt?
Forschungslücke Welcher Aspekt ist noch unzureichend untersucht?
Forschungsfrage Welche konkrete Frage soll beantwortet werden?
Zielsetzung Was soll mit der Untersuchung erreicht werden?
Methodik Wie soll die Forschungsfrage untersucht werden?
Vorläufige Gliederung Wie könnte die spätere Arbeit strukturiert sein?
Zeitplan Wann werden die einzelnen Arbeitsschritte durchgeführt?
Literatur Auf welche zentrale Fachliteratur stützt sich das Vorhaben?

Abhängig von den Vorgaben können zusätzliche Bestandteile verlangt werden, beispielsweise Hypothesen, theoretische Grundlagen, erwartete Erkenntnisse, Ressourcenplanung oder Angaben zu Forschungsethik und Datenschutz.

Exposé schreiben: Schritt-für-Schritt-Anleitung

1

Thema eingrenzen

Reduzieren Sie ein breites Interessengebiet auf ein wissenschaftlich bearbeitbares Thema.

2

Literatur recherchieren

Verschaffen Sie sich einen Überblick über zentrale Theorien, Studien, Begriffe und bestehende Forschung.

3

Forschungsproblem bestimmen

Arbeiten Sie heraus, welches konkrete Problem oder welche offene Frage Ihr Vorhaben adressiert.

4

Forschungsfrage formulieren

Entwickeln Sie eine präzise Frage, die im Rahmen Ihrer Arbeit tatsächlich beantwortet werden kann.

5

Methodik festlegen

Entscheiden Sie, welche Daten, Quellen oder Materialien Sie benötigen und wie diese untersucht werden sollen.

6

Vorläufige Gliederung entwickeln

Planen Sie die logische Struktur der späteren Arbeit.

7

Zeitplan erstellen

Teilen Sie das Projekt in realistische Arbeitsschritte und Meilensteine auf.

8

Exposé prüfen

Kontrollieren Sie, ob Forschungsfrage, Forschungsstand, Methode und Zeitplan logisch zusammenpassen.

Problemstellung und Relevanz formulieren

Zu Beginn des Exposés sollte deutlich werden, welches Problem die geplante Arbeit untersucht und warum dieses Problem wissenschaftlich relevant ist.

Eine gute Problemstellung beginnt nicht einfach mit der Aussage, dass ein Thema „interessant“ oder „aktuell“ sei. Sie zeigt vielmehr, welcher wissenschaftliche Zusammenhang untersucht werden soll und warum daraus eine sinnvolle Forschungsfrage entsteht.

Vereinfachtes Beispiel

Zu allgemein:
„Homeoffice ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden.“

Präziser:
„Die zunehmende Nutzung hybrider Arbeitsmodelle verändert die Zusammenarbeit in Unternehmen. Während zahlreiche Untersuchungen Produktivität und Arbeitszufriedenheit betrachten, stellt sich für das geplante Projekt die Frage, wie sich die Häufigkeit von Homeoffice auf die wahrgenommene Teamkommunikation auswirkt.“

Die konkrete Formulierung muss selbstverständlich auf dem tatsächlichen Forschungsstand beruhen. Eine Forschungslücke sollte nicht lediglich behauptet, sondern anhand geeigneter Literatur begründet werden.

Forschungsstand und Forschungslücke darstellen

Ein Exposé soll zeigen, dass das geplante Projekt nicht im wissenschaftlichen Vakuum entsteht. Deshalb gehört in vielen Fällen eine kompakte Darstellung des bisherigen Forschungsstands dazu.

Dabei müssen Sie noch keinen vollständigen Literaturüberblick der späteren Arbeit liefern. Wichtig ist vielmehr, zentrale Positionen, Theorien oder bisherige Befunde so zusammenzufassen, dass die Ausgangslage Ihres Projekts verständlich wird.

Aus diesem Forschungsstand kann anschließend die Forschungslücke beziehungsweise der konkrete Untersuchungsbedarf abgeleitet werden.

Eine gute Darstellung beantwortet beispielsweise:

  • Welche zentralen Erkenntnisse gibt es bereits?
  • Welche Theorien oder Modelle sind für das Thema relevant?
  • Wo bestehen unterschiedliche Ergebnisse oder offene Fragen?
  • Welcher konkrete Aspekt soll näher untersucht werden?
  • Wie knüpft die geplante Arbeit an vorhandene Forschung an?

Die Forschungsfrage im Exposé

Die Forschungsfrage verbindet Problemstellung, Forschungsstand und Methodik. Sie sollte deshalb so präzise formuliert sein, dass erkennbar wird, was tatsächlich untersucht werden soll.

Eine zu breite Forschungsfrage führt häufig dazu, dass auch das restliche Exposé unklar bleibt. Eine extrem enge Frage kann dagegen zu wenig wissenschaftlichen Spielraum bieten.

Beispiel

Zu breit:
„Welche Auswirkungen hat Homeoffice?“

Eingegrenzt:
„Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Häufigkeit von Homeoffice und der wahrgenommenen Teamkommunikation bei Beschäftigten in mittelständischen Unternehmen?“

Ob eine solche Frage tatsächlich geeignet ist, hängt unter anderem vom Forschungsstand, vom geplanten Design und von der verfügbaren Zeit ab.

Zielsetzung des Exposés formulieren

Die Zielsetzung beschreibt, welchen Erkenntnisgewinn die geplante Arbeit anstrebt. Sie ist eng mit der Forschungsfrage verbunden, aber nicht mit ihr identisch.

Je nach Forschungsprojekt kann das Ziel beispielsweise darin bestehen, einen Zusammenhang zu untersuchen, Erfahrungen zu rekonstruieren, unterschiedliche Ansätze zu vergleichen, ein theoretisches Problem zu analysieren oder vorhandene Forschung systematisch auszuwerten.

Formulierungsbeispiel

„Ziel der geplanten Untersuchung ist es, den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Homeoffice und der wahrgenommenen Teamkommunikation zu untersuchen und mögliche Unterschiede zwischen verschiedenen Arbeitsmodellen herauszuarbeiten.“

Die Zielsetzung sollte realistisch sein. Ein Exposé für eine Bachelorarbeit sollte beispielsweise kein Forschungsziel versprechen, das aufgrund von Zeit, Datenzugang oder Umfang praktisch nicht erreichbar ist.

Methodik im Exposé beschreiben

Im Methodikteil erklären Sie, wie die Forschungsfrage beantwortet werden soll. Dabei sollte nicht nur eine Methode genannt, sondern ihre Eignung für das konkrete Forschungsproblem nachvollziehbar gemacht werden.

Abhängig vom Projekt kann beispielsweise eine qualitative, quantitative, Mixed-Methods- oder literaturbasierte Vorgehensweise geeignet sein.

Ansatz Mögliches Vorgehen
Qualitativ z. B. Interviews, Fokusgruppen oder qualitative Dokumentenanalyse
Quantitativ z. B. standardisierte Befragung, Experiment oder statistische Sekundärdatenanalyse
Mixed Methods Verknüpfung qualitativer und quantitativer Untersuchungsschritte
Literaturbasiert strukturierte beziehungsweise methodisch begründete Analyse vorhandener Fachliteratur

Bei empirischen Vorhaben können außerdem Angaben zu Stichprobe oder Fallauswahl, Erhebungsinstrument, Auswertungsverfahren sowie gegebenenfalls Forschungsethik und Datenschutz relevant sein.

Forschungsfrage vor Methode Wählen Sie nicht zuerst eine Methode, weil Sie beispielsweise „gerne Interviews machen möchten“. Die Methode sollte sich aus der Forschungsfrage und dem Erkenntnisinteresse ableiten.

Vorläufige Gliederung im Exposé

Viele Exposés enthalten bereits eine vorläufige Gliederung der späteren wissenschaftlichen Arbeit. Sie zeigt, wie die geplante Argumentation aufgebaut werden könnte.

Beispiel einer vorläufigen Gliederung

1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
3. Forschungsstand und Forschungsfrage
4. Methodik
5. Ergebnisse
6. Diskussion
7. Fazit

Diese Struktur ist nur ein Beispiel. Eine Literaturarbeit, juristische Arbeit oder qualitative Untersuchung kann einen anderen Aufbau benötigen.

Die Gliederung im Exposé ist außerdem noch nicht endgültig. Im Verlauf der Forschung können Anpassungen erforderlich werden. Trotzdem sollte bereits erkennbar sein, wie die einzelnen Teile zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen.

Zeitplan für das Exposé erstellen

Ein Zeitplan zeigt, ob das geplante Vorhaben innerhalb des verfügbaren Bearbeitungszeitraums realistisch durchgeführt werden kann.

Statt nur ein Enddatum einzutragen, sollten größere Arbeitsschritte geplant werden.

Phase Beispielhafte Aufgabe
1 Literaturrecherche und Präzisierung der Forschungsfrage
2 Entwicklung beziehungsweise Vorbereitung der Methodik
3 Datenerhebung oder systematische Materialsammlung
4 Auswertung und Interpretation
5 Ausarbeitung der Kapitel
6 Überarbeitung, Quellenkontrolle und Formalia

Die konkrete Dauer hängt vom Projekt ab. Planen Sie nach Möglichkeit Puffer ein – insbesondere bei Interviews, Befragungen, Datenzugängen oder anderen Arbeitsschritten, die von externen Faktoren abhängen.

Vorläufiges Literaturverzeichnis im Exposé

Ein vorläufiges Literaturverzeichnis zeigt, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage das geplante Projekt entwickelt wurde. Darin sollten die tatsächlich verwendeten beziehungsweise für das Forschungsvorhaben zentralen Quellen aufgeführt werden.

Die Literaturangaben müssen dem geforderten Zitierstil entsprechen. Ob APA, Harvard, Fußnoten oder ein anderer Stil verwendet werden soll, richtet sich nach den Vorgaben der Hochschule beziehungsweise des Fachbereichs.

Vermeiden Sie es, Literatur nur einzufügen, um das Verzeichnis umfangreicher erscheinen zu lassen. Jede aufgeführte Quelle sollte existieren, überprüft worden sein und einen nachvollziehbaren Bezug zum Projekt besitzen.

Muss ein Exposé erwartete Ergebnisse enthalten?

Nicht zwingend. Ob erwartete Ergebnisse, Annahmen oder Hypothesen aufgeführt werden sollen, hängt vom Forschungsdesign und den Vorgaben der Hochschule ab.

Besonders bei hypothesenprüfenden Untersuchungen können begründete Erwartungen sinnvoll sein. Bei explorativen qualitativen Projekten wäre es dagegen häufig unpassend, bereits konkrete Ergebnisse vorwegzunehmen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer wissenschaftlich begründeten Erwartung und einem bereits feststehenden Ergebnis. Forschung soll nicht lediglich bestätigen, was vorher behauptet wurde.

Exposé Beispiel: Wie hängen die Bestandteile zusammen?

Das folgende vereinfachte Beispiel zeigt nicht ein vollständiges Exposé, sondern die logische Verbindung seiner wichtigsten Bestandteile.

Fiktives Beispiel

Themenbereich:
Homeoffice und Teamkommunikation

Problemstellung:
Hybride Arbeitsmodelle verändern die Kommunikation innerhalb von Teams. Für Unternehmen stellt sich die Frage, welche Auswirkungen unterschiedliche Homeoffice-Anteile auf die wahrgenommene Kommunikationsqualität haben können.

Forschungsfrage:
„Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Häufigkeit von Homeoffice und der wahrgenommenen Teamkommunikation bei Beschäftigten in mittelständischen Unternehmen?“

Ziel:
Untersuchung des Zusammenhangs und Identifikation möglicher Unterschiede zwischen Beschäftigten mit unterschiedlichen Homeoffice-Anteilen.

Mögliches Forschungsdesign:
Quantitative Befragung mit einem standardisierten Fragebogen und anschließender statistischer Auswertung.

Ob dieses konkrete Design geeignet wäre, müsste anhand des Forschungsstands, der Operationalisierung, des Datenzugangs und weiterer methodischer Entscheidungen geprüft werden. Das Beispiel zeigt jedoch, dass alle Teile des Exposés logisch miteinander verbunden sein sollten.

Hilfreiche Formulierungen für ein Exposé

Abschnitt Möglicher Einstieg
Problemstellung „Ausgangspunkt der geplanten Untersuchung ist …“
Forschungsstand „Bisherige Untersuchungen beschäftigen sich insbesondere mit …“
Forschungslücke „Bislang ist jedoch nur unzureichend geklärt, …“
Forschungsfrage „Daraus ergibt sich folgende Forschungsfrage: …“
Zielsetzung „Ziel der geplanten Arbeit ist es, …“
Methodik „Zur Beantwortung der Forschungsfrage ist vorgesehen, …“
Begründung „Diese Vorgehensweise eignet sich, weil …“

Solche Formulierungen sind lediglich sprachliche Ausgangspunkte. Entscheidend ist, dass die Aussagen fachlich zum eigenen Forschungsvorhaben passen und nicht schematisch übernommen werden.

8 häufige Fehler beim Schreiben eines Exposés

1. Das Thema ist zu breit

Ein großes Themengebiet ist noch kein bearbeitbares Forschungsvorhaben. Grenzen Sie Gegenstand, Kontext und Perspektive ausreichend ein.

2. Die Forschungsfrage bleibt unklar

Wenn nicht deutlich wird, welche Frage beantwortet werden soll, können auch Methodik und Gliederung kaum sinnvoll geplant werden.

3. Die Forschungslücke wird nur behauptet

Eine Forschungslücke sollte aus der Auseinandersetzung mit vorhandener Fachliteratur entstehen.

4. Die Methode passt nicht zur Forschungsfrage

Eine Methode sollte aufgrund ihres Erkenntnispotenzials gewählt und nicht nach persönlicher Vorliebe eingesetzt werden.

5. Das Vorhaben ist zu groß

Berücksichtigen Sie Bearbeitungszeit, Seitenumfang, Datenzugang und Ihre verfügbaren Ressourcen.

6. Der Zeitplan ist unrealistisch

Datenerhebung, Auswertung und Überarbeitung benötigen häufig mehr Zeit als zunächst erwartet.

7. Quellen werden ungeprüft übernommen

Verwenden Sie nur Literatur, deren Existenz, Inhalt und Relevanz Sie selbst überprüft haben.

8. Hochschulvorgaben werden ignoriert

Eine allgemeine Vorlage ersetzt niemals die konkreten Anforderungen des eigenen Fachbereichs oder der betreuenden Person.

Checkliste für Ihr Exposé

  • Ist das Thema klar eingegrenzt?
  • Wird die wissenschaftliche Problemstellung verständlich?
  • Ist die Relevanz des Forschungsvorhabens begründet?
  • Wird der relevante Forschungsstand berücksichtigt?
  • Ist eine nachvollziehbare Forschungslücke erkennbar?
  • Ist die Forschungsfrage präzise formuliert?
  • Passt die Zielsetzung zur Forschungsfrage?
  • Ist die geplante Methode geeignet und begründet?
  • Ist die vorläufige Gliederung logisch aufgebaut?
  • Ist das Projekt im verfügbaren Zeitraum machbar?
  • Enthält das Exposé einen realistischen Zeitplan?
  • Sind die verwendeten Quellen korrekt angegeben?
  • Entspricht das Exposé den Vorgaben Ihrer Hochschule?

Häufige Fragen zum Exposé

Was ist ein Exposé für eine wissenschaftliche Arbeit?
Ein Exposé ist die strukturierte Planung eines wissenschaftlichen Vorhabens. Es beschreibt unter anderem Thema, Problemstellung, Forschungsfrage, Forschungsstand, geplante Methodik und häufig auch Zeitplan sowie zentrale Literatur.
Wie lang muss ein Exposé sein?
Es gibt keine universelle Seitenzahl. Der erforderliche Umfang richtet sich nach Hochschule, Fachbereich, Art der Arbeit und den konkreten Vorgaben der betreuenden Person.
Was gehört in ein Exposé?
Typische Bestandteile sind Arbeitstitel, Problemstellung und Relevanz, Forschungsstand, Forschungsfrage, Zielsetzung, Methodik, vorläufige Gliederung, Zeitplan und Literaturverzeichnis. Die konkreten Anforderungen können abweichen.
Ist ein Exposé schon die Einleitung der Bachelorarbeit?
Nein. Exposé und spätere Einleitung erfüllen unterschiedliche Funktionen. Das Exposé plant ein noch durchzuführendes Forschungsvorhaben, während die Einleitung Bestandteil der fertigen wissenschaftlichen Arbeit ist.
Muss ein Exposé Quellen enthalten?
In einem wissenschaftlichen Exposé sind Quellen in der Regel notwendig, wenn Forschungsstand, theoretische Grundlagen oder andere übernommene wissenschaftliche Aussagen dargestellt werden. Die konkreten Anforderungen richten sich nach den Vorgaben Ihrer Institution.
Muss ein Exposé eine Forschungsfrage enthalten?
Bei wissenschaftlichen Forschungsvorhaben ist eine Forschungsfrage typischerweise ein zentraler Bestandteil. Je nach Fach und Aufgabenstellung können jedoch andere Formen, beispielsweise Hypothesen oder konkrete Forschungsziele, zusätzlich oder teilweise anders strukturiert werden.
Muss ich die Ergebnisse im Exposé schon kennen?
Nein. Ein Exposé beschreibt ein geplantes Forschungsvorhaben. Begründete Erwartungen oder Hypothesen können je nach Forschungsdesign enthalten sein, die tatsächlichen Ergebnisse entstehen jedoch erst durch die Untersuchung.
Kann sich das Exposé während der Arbeit noch ändern?
Ja. Neue Literatur, methodische Erkenntnisse oder praktische Herausforderungen können Anpassungen erforderlich machen. Größere Änderungen sollten gegebenenfalls mit der betreuenden Person abgestimmt werden.

Fazit: Ein gutes Exposé schafft einen klaren Forschungsplan

Ein überzeugendes Exposé zeigt nicht nur, worüber Sie schreiben möchten. Es macht nachvollziehbar, welches wissenschaftliche Problem Sie untersuchen, welche Forschungsfrage daraus entsteht und wie Sie diese Frage methodisch beantworten wollen.

Besonders wichtig ist die Verbindung der einzelnen Bestandteile. Forschungsstand und Forschungslücke führen zur Forschungsfrage, die Forschungsfrage bestimmt die Anforderungen an die Methodik und die Methodik muss innerhalb des verfügbaren Zeitrahmens realistisch umsetzbar sein.

Wer diese Zusammenhänge bereits im Exposé sauber durchdenkt, schafft eine wesentlich klarere Grundlage für die anschließende wissenschaftliche Arbeit.

KIM Ghostwriting

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